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Bildschmiede

Historische Nassplatenfotografie

Das nasse Kollodiumverfahren wurde im Jahre 1851 von dem Bildhauer Frederick Scott Archer entdeckt und galt für mehrere Jahrzehnte als vorherrschende Technik in der Fotografie. Dabei wird eine schwarze Platte aus Glas oder Aluminium mit einer Kollodiumlösung beschichtet und anschließend ins Silberbad getaucht, um es lichtempfindlich zu machen. Einige Minuten später wird die Platte wieder herausgenommen und in eine antike Großformatkamera gelegt. Nun wird das Bild aufgenommen. Die Belichtungszeit beträgt dabei ca. 8-15 Sekunden, bei dem die portraitierte Person absolut still sitzen muss, um Bewegungsunschärfe zu vermeiden. Nachdem die Platte in der Dunkelkammer entwickelt wurde, kommt es ins Fixierbad. Und das ist der faszinierende Moment, bei dem das nicht belichtete Silber herausgewaschen wird und langsam das fertige Portrait erscheinen lässt. Zum Schluss muss die Platte ausreichend gewässert und getrocknet werden, um es mit einem Versiegelungslack gegen Schmutz zu schützen. Sobald die Versiegelung komplett ausgehärtet ist, hält die portraitierte Person sein persönliches Unikat in den Händen.

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